Teilnehmende finden – während des gesamten Studiums
KLERAVA ist eine im Aufbau befindliche Plattform für die faire Gewinnung von Teilnehmenden für studentische und akademische Studienprojekte. Sie setzt bei einer Aufgabe an, die Studierende nicht erst bei der Bachelor- oder Masterarbeit beschäftigt: Wer empirisch arbeitet, braucht Menschen, die an einer Umfrage, einem Interview, einem Experiment oder einem anderen Erhebungsformat teilnehmen.
Diese Suche wiederholt sich während des Studiums: in Methodenveranstaltungen, Seminaren, Projektarbeiten, Forschungsmodulen und später in Abschlussarbeiten. Viel Zeit fließt in Fragestellung, Methodik, Erhebungsinstrumente und Abstimmung. Danach beginnt häufig eine improvisierte Reichweitensuche über Freundeskreise, Messenger-Gruppen, soziale Netzwerke oder Hochschulverteiler.
Wer ein großes persönliches Netzwerk, ein leicht teilbares Thema oder Budget für bezahlte Reichweite hat, startet mit besseren Bedingungen. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, muss oft mehr Zeit investieren, die Zielgruppe enger fassen oder methodische Kompromisse prüfen. Die Gewinnung geeigneter Teilnehmender wird so zu einer wiederkehrenden Belastung, obwohl sie nur ein Teil der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit ist.
KLERAVA soll diesen Zugang strukturierter und fairer organisieren. Research Minutes, transparente Regeln und ein geplantes Fair-Routing sollen dazu beitragen, passende Teilnehmende zu erreichen, ohne dass gekaufte Sichtbarkeit, Popularität oder die Größe des eigenen Netzwerks allein über die Chancen eines Projekts entscheiden.

Das Problem beginnt nicht erst bei der Abschlussarbeit
Empirisches Arbeiten gehört in vielen Studiengängen zum laufenden Studienalltag. Studierende entwickeln Fragebögen, führen Interviews, testen Hypothesen, erproben Methoden oder bearbeiten reale Forschungsfragen. Dafür benötigen sie immer wieder geeignete Personen, die freiwillig teilnehmen.
- in Methodenmodulen und Seminaren,
- bei Projekt-, Haus- und Forschungsarbeiten,
- in Forschungspraktika und Hochschulprojekten,
- für Bachelor- und Masterarbeiten sowie
- bei Dissertationen und weiteren akademischen Studien.
Die üblichen Wege funktionieren nur begrenzt. Private Kontakte sind schnell ausgeschöpft, öffentliche Gruppen sind unübersichtlich und Hochschulverteiler erreichen nicht immer die benötigte Zielgruppe. Professionelle Panels können hilfreich sein, sind für einzelne Studierende aber häufig zu teuer. So hängen Sichtbarkeit und Reichweite stark von Voraussetzungen ab, die wenig mit der Sorgfalt des Projekts zu tun haben.
KLERAVA soll diese Lücke nicht durch ein weiteres Linkverzeichnis schließen, sondern durch eine Plattform, auf der Teilnahmezeit, Passung und faire Vermittlungsregeln zusammenwirken. Damit soll die Suche nach Teilnehmenden planbarer werden – ohne einen bestimmten Rücklauf, eine bestimmte Stichprobengröße oder den Erfolg einer Arbeit zu versprechen.
So soll KLERAVA funktionieren
KLERAVA verbindet zwei Rollen: Menschen, die an Studien teilnehmen möchten, und Personen, die für ein eigenes akademisches Projekt geeignete Teilnehmende suchen. Der geplante Ablauf folgt vier Schritten:
1. Studien transparent entdecken
Studien sollen mit klaren Angaben zu Thema, Zielgruppe, Teilnahmeformat, voraussichtlicher Dauer, Voraussetzungen und verantwortlicher Stelle dargestellt werden. So können Interessierte besser einschätzen, ob eine Teilnahme für sie passt.
2. Research Minutes sammeln
Wer nachvollziehbar Zeit in die Teilnahme an anderen Studien investiert, soll dafür Research Minutes erhalten. Sie bilden die eingebrachte Teilnahmezeit innerhalb von KLERAVA ab und können bei der Vermittlung eines eigenen akademischen Projekts berücksichtigt werden. Research Minutes sind kein Geldwert und keine Garantie für eine feste Zahl von Teilnehmenden.
3. Ein eigenes akademisches Projekt einreichen
Studierende, Promovierende und Forschende sollen ihr Projekt mit den für eine verantwortungsvolle Vermittlung erforderlichen Informationen einreichen können. Dazu gehören insbesondere Forschungsbezug, Zielgruppe, Teilnahmebedingungen, Zeitaufwand und notwendige Hinweise für Teilnehmende.
4. Teilnehmende fair vermitteln
Das geplante Fair-Routing soll akademische Projekte nach nachvollziehbaren Kriterien vermitteln. Berücksichtigt werden sollen unter anderem die Passung zur Zielgruppe, vorhandene Research Minutes und eine faire Verteilung zwischen geeigneten Projekten. Eine gekaufte Spitzenposition oder ein öffentliches Beliebtheitsranking ist für akademische Projekte nicht vorgesehen.
Faire Teilnehmendengewinnung darf keine Frage des Budgets sein
Die grundlegende Nutzung für geeignete, nichtkommerzielle akademische Projekte soll kostenfrei bleiben. Studierende sollen nicht dafür bezahlen müssen, im Fair-Routing sichtbar zu werden. Auch eine freiwillige Unterstützung von KLERAVA darf keinen bevorzugten Zugang, keine bessere Platzierung und keine Bevorzugung eines einzelnen Projekts ermöglichen.
Spätere kostenpflichtige Angebote für Unternehmen sowie für institutionelle oder kommerzielle Nutzung sollen klar von der akademischen Grundnutzung getrennt werden. Sie dürfen keinen bevorzugten Zugang zum Fair-Routing nichtkommerzieller akademischer Projekte schaffen. So kann KLERAVA langfristig tragfähig werden, ohne den zentralen Fairnessgedanken zu verkaufen.
Qualität, Schutz und Verantwortung
Faire Vermittlung braucht mehr als einen Algorithmus. KLERAVA soll deshalb schrittweise Funktionen für verständliche Studienprofile, Plausibilitätsprüfungen, Meldewege, Missbrauchsschutz und eine datenschutzbewusste technische Gestaltung erhalten. Regeln und relevante Vermittlungskriterien sollen so transparent wie möglich beschrieben werden.
Die Verantwortung für Fragestellung, Methodik, Einwilligung, Datenschutz, notwendige Freigaben und die rechtliche Zulässigkeit einer Studie bleibt bei den jeweiligen Studienverantwortlichen. KLERAVA unterstützt bei der Vermittlung; die Plattform führt die eingestellten Studien nicht selbst durch und ersetzt weder eine Ethikprüfung noch fachliche, statistische, datenschutzrechtliche oder rechtliche Beratung.
Für wen KLERAVA gedacht ist
Im Mittelpunkt stehen Studierende, die während ihres Studiums wiederholt Teilnehmende für empirische Arbeiten benötigen. Darüber hinaus richtet sich KLERAVA an Promovierende, Forschende und akademische Einrichtungen sowie an alle Menschen, die seriöse Forschung freiwillig durch ihre Teilnahme unterstützen möchten.
In der ersten Ausbaustufe liegt der Schwerpunkt auf geeigneten nichtkommerziellen akademischen Projekten. Welche Projektarten zugelassen werden und welche Nachweise erforderlich sind, soll in klaren Plattformregeln festgelegt und mit der Entwicklung der Beta weiter konkretisiert werden.
Vom Konzept zur stabilen Beta
Erste konzeptionelle und technische Vorarbeiten wurden bereits geleistet. Der nächste wichtige Schritt ist eine stabile Beta-Version mit den zentralen Funktionen für Studienprofile, Teilnahme, Research Minutes und Fair-Routing. Datenschutz, Sicherheit, Qualitätssicherung und verständliche Nutzerführung werden dabei von Beginn an mitgedacht.
KLERAVA ist langfristig angelegt und soll unabhängig vom Ergebnis einer einzelnen Finanzierungsphase weiterentwickelt werden. Zusätzliche Unterstützung hilft, Entwicklungszeit zu bündeln, notwendige externe Leistungen früher zu finanzieren und die Beta schneller sowie solider umzusetzen. Ohne zusätzliche Mittel geht der Aufbau schrittweise aus eigener Kraft weiter und benötigt entsprechend mehr Zeit.
Wer hinter KLERAVA steht
KLERAVA wird von Michael Scheibl als Einzelunternehmer in Deutschland entwickelt und betrieben.
Die Idee entstand aus einer wiederkehrenden praktischen Beobachtung im Umfeld von Studium, Forschung und akademischen Projekten: In die inhaltliche und methodische Vorbereitung fließt viel Arbeit, während die Gewinnung geeigneter Teilnehmender häufig von persönlichen Kontakten, Reichweite und Zufall abhängt.
Michael Scheibl verantwortet die konzeptionelle Ausrichtung, die technische Entwicklung und den organisatorischen Aufbau. Funktionen sollen schrittweise freigeschaltet werden, sobald sie ausreichend stabil, verständlich und verantwortbar umgesetzt sind. Rückmeldungen aus Studium und Forschung sollen in die weitere Entwicklung einfließen.
KLERAVA soll so zu einer langfristig tragfähigen Infrastruktur für faire akademische Teilnehmendengewinnung werden. Fragen, Hinweise oder Interesse an einer Zusammenarbeit können über die Kontaktseite übermittelt werden.
FAQs – Häufig gestellte Fragen
KLERAVA ist nicht als gemeinnützig oder steuerbegünstigt anerkannt. Es werden keine steuerlich abzugsfähigen Spendenbescheinigungen oder Zuwendungsbestätigungen ausgestellt. Die Unterstützung erfolgt freiwillig und ohne vereinbarte Gegenleistung. Sie begründet insbesondere keinen Anspruch auf Zugang, eine bestimmte Funktion, Darstellung, Verlinkung, Platzierung, Sichtbarkeit, Vorteile beim Fair-Routing oder den Erfolg eines Projekts. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe.
